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2. ADAC Junior Cup Rennen am Nürburgring

Letztes Wochenende fand das 2. Rennen des ADAC Junior Cups auf dem Nürburgring statt. Dieses Mal waren wir aber anstatt 25, 47 Fahrer, da sich 22 Gaststarter aus Holland angemeldet haben. Ein ziemlich großes Starterfeld, im Gegensatz zum Auftaktrennen in der Lausitz.

Ich hatte mich auf dieses Wochenende super vorbereitet, hatte viel trainiert, habe mir die Strecke genau angeschaut und das ganze Wochenende genau durchplant. Aber irgendetwas wollte nicht, dass ich meine ersten Punkte hole und ich erkrankte am Dienstag an einer leichten Grippe. Die Hoffnung starb natürlich zuletzt, aber das Wochenende nahte und mir ging es eigentlich immer schlechter.
Nachdem wir entschieden erst am Freitagmorgen zu fahren, war die Hoffnung auf eine Genesung vor dem Fahren Geschichte und ich stieg mit Kopf- und Halsschmerzen, einer laufenden Nase und betäubten Ohren ins Auto. Als wir, zwei Stunden vor Trainingsbeginn in der Eifel ankamen, hatte sich mein Zustand leicht gebessert,  denn ich hatte keine starken Kopfschmerzen mehr. Es hatte zum Glück angenehme 25° und Sonnenschein, aber es war sehr windig, was meinem Gesundheitszustand auch nicht gerade zu Gute kam. Ich ging schnell zur Papier- und technischen Abnahme, begrüßte kurz die Leute und alles war bereit fürs freie Training.
Als ich aus der Box rausfuhr, konnte ich die Halsschmerzen gut verdrängen aber mein Geist und mein Körper waren einfach nicht bereit für einen Ritt am Limit. Außerdem hatte ich überhaupt kein Gefühl für das Bike, weswegen ich auch zweimal fast abflog. Ich beendete das Training auf Platz 34 von 47 und war natürlich etwas enttäuscht.
Ich nahm mir dennoch viel fürs Qualifying vor, da ich dachte ich könne noch schneller. Am Samstagmorgen begann es jedoch relativ früh zu Regnen und es hatte deutlich abgekühlt. Mit Winterkappe und Schal bauten wir das Zelt auf und bereiteten alles fürs Qualifying vor. Bis wir dran waren hatte es aufgehört zu regnen und sogar schon teilweise aufgetrocknet. Aber auch diese Session nahm kein so gutes Ende, da ich in meinem Zustand das Limit nicht so gut ertasten konnte und ich landete noch weiter hinten im Feld.
Nun hoffte ich auf ein trockenes zweites Quali, um nochmal Gas zu geben und so wurde es auch. Nur leider machte sich in dieser Session meine Krankheit richtig bemerkbar und mir ging ab der zweiten Runde der Saft aus. Ich hatte schlicht und einfach keine Kraft mehr, mein Bike schnell um die Strecke zu treiben, geschweige denn die scharfen Sinne, die dazu notwendig wären. So beendete ich das Qualifying als 40. und war natürlich bitter enttäuscht. So zerbrach ich mir lange den Kopf über die ganze Sache und konnte dann aber nochmal Motivation fürs Rennen schöpfen.
Am Sonntag war das Wetter sehr freundlich. Zwar nicht mehr so warm, wie am Freitag, aber in Ordnung. Mein Plan fürs Rennen war: Gleich am Start und in der ersten Runde einige überholen und mich dann an die Jungs dranhängen, mit denen ich unter normalen Umständen kämpfen müsste. Das funktionierte nur so mittelmäßig. In der ersten Kurve wurde es ziemlich eng und ich fuhr meinem Vordermann fast ins Heck, da er einen plötzlichen Richtungswechsel machte. Dann flogen gleich ein paar in der ersten Kurve ab und ich musste ausweichen und verlor erneut Zeit. Ich versuchte mit aller Kraft noch vorne ranzufahren, aber ich hatte keine Chance. Ich fuhr in der dritten Runde gleich eine Sekunde schneller als im Quali, aber das war’s dann auch schon, weil mir wieder die Kraft ausging. So langsam kamen dann auch wieder die Leute, die ich am Start überholen konnte und ich konnte keine große Gegenwehr mehr leisten.  Es gab im ganzen Rennen unglaublich viele Stürze und teilweise war fast die halbe Strecke unter gelb. Beim verzweifelten Versuch jemanden noch einzufangen, legte ich mich dann auch noch hin. Zum Glück in der langsamsten Kurve der Strecke, so konnte ich auch sofort weiterfahren und verlor nur zwei Positionen. Ich beendete das Rennen auf dem 29. Platz und in der deutschen Junior Cup Wertung 18.
Das war also wirklich ein Wochenende zum vergessen! Ich kann das schlechte Resultat wirklich nur auf meine Krankheit zurückführen, denn sonst wäre es ein Debakel! Jetzt werde ich einmal ganz gesund, steige wieder voll ins Training ein und mache das hoffentlich am Hungaroring in drei Wochen wieder gut.

Weiteres nach dem nächsten Rennen

Jan #55

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